Sie haben gerade Ihren Korsika-Urlaub gebucht, und schon beschäftigt Sie eine Frage: Was essen wir eigentlich dort? Die gute Nachricht: Die Antwort ist schnell gegeben – Wurstwaren, die monatelang in der Macchia gereift sind, Schafskäse, der nach Bergen schmeckt, ein Glas Wein, den es sonst nirgends gibt, und Süßes aus Kastanienmehl, das man nur hier findet. Bei uns im U Casone gehört die korsische Küche für uns genauso zur Reise wie der Strand oder eine Wanderung. Hier, ganz ohne Umschweife, die Spezialitäten, die Sie während Ihres Aufenthalts unbedingt probieren sollten.
Korsische Charcuterie: der erste echte Kontakt mit der Insel
Wenn Sie sich nur eine Sache über die korsische Küche merken, dann wohl diese: Hier ist das Schwein König – und zwar nicht irgendeines. Das Porcinu Nustrale, eine einheimische Rasse, die halbfrei in der Macchia und in den Kastanienwäldern gehalten wird, ernährt sich von Eicheln, Kastanien und wilden Kräutern. Das Ergebnis ist ein Fleisch mit kräftigem, fast wildem Geschmack, aus dem eine in Frankreich einzigartige Charcuterie entsteht.
Coppa, Lonzu, Figatellu: das Trio, das man kennen muss
Die Coppa aus dem Nacken wird hauchdünn, fast durchscheinend aufgeschnitten, damit ihr zartschmelzendes Fett voll zur Geltung kommt. Der Lonzu stammt aus dem Filet und ist magerer und feiner im Geschmack. Und dann ist da noch der Figatellu, wohl der korsischste der drei: eine Leberwurst, gegrillt oder in der Pfanne gebraten, die traditionell mit Kastanienpüree oder weißen Bohnen serviert wird. Im Winter isst man ihn frisch und gegrillt; im Sommer findet man ihn eher getrocknet und in Scheiben geschnitten zum Aperitif.
💡 Tipp von U Casone: Um echte Charcuterie vom Bauernhof statt einer Industrieversion zu probieren, sollten Sie kleine Feinkostläden und Erzeugermärkte den Supermarktregalen an der Küste vorziehen. Auf dem Markt von Ghisonaccia, ganz in der Nähe des Campingplatzes, verkaufen regelmäßig einheimische Erzeuger direkt.
Korsischer Käse: eine Geschichte von Schafen und Macchia
Korsika ist ein Land der Hirten, und sein Käse erzählt diese Geschichte besser als jede Rede. Der Brocciu (ausgesprochen „brotsch“), aus Schaf- oder Ziegenmolke hergestellt, ist wohl das symbolträchtigste Produkt der Insel. Frisch, fast cremig und leicht gesalzen, isst man ihn pur mit dem Löffel, mit etwas Honig gesüßt oder in herzhaften Gerichten wie Cannelloni mit Brocciu und Minze, einem korsischen Klassiker.
Neben dem Brocciu erinnert die korsische Tomme – länger gereift und kräftiger im Geschmack – an die Schafskäse der Pyrenäen, mit jener zusätzlichen Note Macchia, die von der Weide der Tiere herrührt. Manche mehrere Monate gereifte Käse entwickeln einen kräftigen, fast pikanten Charakter: Man hebt sie oft für das Ende der Mahlzeit auf, mit etwas Feigen- oder Myrtenkonfitüre.
Korsischer Wein: viel mehr als ein Urlaubsrosé
Viele Besucher entdecken eher zufällig, dass Korsika Weine mit echter Persönlichkeit hervorbringt, weit entfernt vom Klischee des Strand-Rosés. Die Insel zählt neun Appellationen und Rebsorten, die es fast nirgendwo sonst gibt: Nielluccio und Sciaccarellu für Rot- und Roséweine, Vermentinu für Weißweine. An der Ostküste, nicht weit von Ghisonaccia, erzeugen mehrere Weingüter sonnenverwöhnte Weine der Ebene, die man direkt beim Winzer entdecken kann.
Wenn Sie trockene Weine nicht so mögen, probieren Sie zum Abschluss der Mahlzeit einen Muscat du Cap Corse: einen duftenden, natürlich süßen Wein, der gut gekühlt zu gereiftem Käse oder einem Dessert mit Kastanien genossen wird. Oft ist es genau dieses kleine Glas, das einen Sommerabend am schönsten ausklingen lässt.

Korsische Süßigkeiten: vor allem Kastanie und Honig
Die Kastanie nimmt in der korsischen Küche einen besonderen Platz ein, vor allem in der Castagniccia, der historischen Region der Kastanienwälder. Zu Mehl gemahlen, wird sie für lockere Krapfen, Crêpes und vor allem für die Pulenda verwendet, eine Kastanienpolenta, die früher die täglichen Mahlzeiten der Hirten begleitete. Heute findet man sie eher als Dessert oder Beilage, mit einem Hauch Brocciu.
Fiadone, das korsische Dessert schlechthin
Wenn Sie während Ihres Aufenthalts nur ein einziges Dessert probieren, dann den Fiadone. Dieser Kuchen aus Brocciu, aromatisiert mit Zitrone oder Myrtenschnaps, erinnert an einen dichten, duftenden Flan. Jede korsische Familie hat ihr eigenes, streng gehütetes Rezept, und an jedem Tisch werden Sie eine andere Variante finden. Einfach, aber unglaublich gut – vor allem, wenn man ihn zum Abschluss des Essens mit Blick aufs Meer teilt.
Auch der korsische Honig ist eine Entdeckung wert: Er trägt eine geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.) und wird je nach Jahreszeit und Blüten in verschiedenen Sorten angeboten – Frühlingshonig, Macchia-Honig, Kastanienhonig oder Honigtauhonig. Jede Sorte schmeckt ganz anders, von zart bis kräftig und harzig. Man bekommt ihn problemlos bei den Erzeugern und auf den Märkten, in kleinen Gläsern, die perfekt in den Koffer passen.
📍 Wussten Sie schon? Canistrelli, die kleinen trockenen korsischen Kekse mit Weißwein, Anis, Zitrone oder Mandeln, halten sich wochenlang. Sie sind das einfachste kulinarische Mitbringsel für zu Hause, und Kinder lieben sie als Nachmittagssnack.
Wo Sie diese Spezialitäten vom U Casone aus probieren können
Sie müssen nicht die ganze Insel bereisen, um diese Vielfalt zu entdecken: Die Ostküste und die Umgebung von Ghisonaccia bieten zahlreiche Gelegenheiten, gut zu essen, ohne sich weit vom Campingplatz zu entfernen.
Der Markt von Ghisonaccia
Wenige Minuten vom Campingplatz entfernt versammelt er einheimische Wurstmacher, Käser und Gemüsebauern. Der ideale Ort, um ein 100 % korsisches Picknick zusammenzustellen, bevor es an den Strand geht.
Die Feinkostläden der Ostebene
Charcuterie vom Bauernhof, gereifte Käse, Weine aus der Region und Honig direkt vom Erzeuger: Mehrere Adressen rund um Ghisonaccia bieten eine sorgfältige Auswahl und beraten Sie gern.
Unser Restaurant und unsere Pizzeria
Auf dem Campingplatz bietet unser Restaurant eine Karte, die regionale Produkte in den Mittelpunkt stellt, und in der Saison jede Woche einen Themenabend. Unsere Pizzeria mit ihrem Elektroofen begeistert Groß und Klein, ohne dass Sie den Campingplatz verlassen müssen.
Unser Imbiss und unser Mini-Market
Für den kleinen Hunger zwischendurch hilft der Imbiss zu jeder Zeit aus, und im Mini-Market finden Sie ein paar korsische Produkte für die Kühlbox im Mobilheim oder im Chalet.
Einen korsischen Aperitif für die Terrasse zusammenstellen
Eine der einfachsten Möglichkeiten, diese Spezialitäten im Urlaub zu entdecken, ist ein korsischer Aperitif an einem Abend auf der Terrasse Ihres Safarizelts, Ihrer Lodge oder vor Ihrem Mobilheim. Sie müssen kein Experte sein: Ein Brett mit etwas Coppa, Lonzu und getrocknetem Figatellu, ein Stück Tomme und etwas frischer Brocciu, ein paar Feigen der Saison, eine Handvoll Canistrelli und ein Glas gut gekühlter Weißwein genügen, um einen echten korsischen Tisch zu decken. Dazu etwas Macchia-Honig zum Käse – und schon haben Sie einen einfachen, aber unvergesslichen Moment, mit dem Gesang der Zikaden im Hintergrund und dem Duft der Pinien, der mit der Abendkühle sanft aufsteigt.
Das ist auch eine wunderbare Gelegenheit, die Kinder einzubeziehen: Lassen Sie sie die Käsesorten mit geschlossenen Augen erraten, den Geschmack zweier Honigsorten vergleichen oder ihre Lieblings-Canistrelli auf dem Markt selbst aussuchen. Die korsische Küche eignet sich gut für solche kleinen Familienspiele, fernab von steifen Mahlzeiten, und hinterlässt oft eine ebenso starke Erinnerung wie der Strand oder das Bad des Tages.
Ein paar Anhaltspunkte für die richtige Wahl am Marktstand
Auf dem Markt oder beim Erzeuger helfen einige einfache Anhaltspunkte bei der Orientierung. Echte Bauernhof-Charcuterie trägt oft den Hinweis „porcinu nustrale“ oder nennt ein bestimmtes Herkunftsdorf; seien Sie bei zu niedrigen Preisen misstrauisch – fast immer ein Zeichen für industrielle Ware vom Festland. Beim Käse dürfen Sie ruhig vor dem Kauf um eine Kostprobe bitten: Korsische Erzeuger lassen gern probieren, und oft ergibt sich dabei ein kurzes Gespräch über ihr Handwerk. Beim Wein kann Ihnen ein Weinhändler oder das örtliche Fremdenverkehrsamt immer ein Weingut empfehlen, das Sie zwischen zwei Badepausen besuchen können.
Fünf Spezialitäten, die Sie auf keinen Fall verpassen sollten
- Gegrillter Figatellu – die Leberwurst, die die korsische Charcuterie ganz allein zusammenfasst.
- Brocciu – pur, mit Honig gesüßt oder in Cannelloni mit Minze.
- Fiadone – das Dessert aus Brocciu und Zitrone, das jede Familie auf ihre eigene Art zubereitet.
- Ein Glas Muscat du Cap Corse – für einen süßen Abschluss eines Sommeressens.
- Canistrelli – der trockene Keks, den man den ganzen Tag knabbert und im Koffer mit nach Hause nimmt.
Was Sie in welcher Jahreszeit entdecken können
Mai und Juni
Die Märkte finden wieder in ihren Rhythmus, der Frühlingshonig kommt gerade auf den Markt, und in den Restaurants ist es noch ruhig: der richtige Moment, um sich Zeit für ein Gespräch mit den Erzeugern zu nehmen.
Juli und August
Hochsaison: belebte Märkte, Restaurants und Pizzerien in Hochform, Themenabende auf dem Campingplatz und eine große Auswahl an Sommerprodukten wie Feigen und frischem Brocciu.
September
Der Kastanienhonig und die ersten Kastanien tauchen auf, das Licht ist sanfter, und oft ist es die beste Zeit, um ohne den Sommertrubel über die Märkte zu schlendern.
Im Grunde ähnelt die korsische Küche der Insel selbst: großzügig, unkompliziert und tief in ihrer Heimat verwurzelt. Eine gute Scheibe Coppa, etwas Brocciu, ein Glas Wein aus der Ostebene – und schon haben Sie das Wesentliche gekostet. Den Rest überlassen wir Ihnen, vor Ort zu entdecken, zwischen zwei Badepausen und einer Siesta im Schatten der Pinien.
Möchten Sie das authentische Korsika von einem Basislager 700 Meter vom Meer entfernt aus genießen? Dann packen Sie Ihre Koffer im Camping U Casone in Ghisonaccia aus.
