Wer mit dem eigenen Auto, dem Zelt oder dem Wohnmobil nach Korsika reisen möchte, hat nur eine Möglichkeit: die Fähre. Marseille, Nizza und Toulon sind die drei praktischsten Abfahrtshäfen, und von jedem aus bringt Sie eine Überfahrt bei Tag oder bei Nacht auf die Insel. Hier erfahren Sie, wie Sie die richtige Wahl treffen, wie Sie buchen und wie Sie ganz entspannt nach Ghisonaccia gelangen.
Jedes Jahr sehen wir unsere Urlaubsgäste ankommen, ein wenig steif von der langen Fahrt, die Augen noch voller Meer. Und jedes Jahr taucht dieselbe Frage auf, lange bevor der erste Koffer gepackt ist: „Welchen Hafen sollen wir wählen, und welche Reederei?“ Die eine richtige Antwort gibt es nicht, wohl aber die richtige Antwort für Ihren Urlaub. Wir verraten Ihnen, was wir unseren Gästen empfehlen – von unserem Campingplatz in Ghisonaccia an der Ostküste Korsikas aus.
Vorab ein Wort zu den praktischen Informationen: Fahrpläne, Fahrtzeiten und Preise ändern sich von Saison zu Saison und von Reederei zu Reederei. Wir geben Ihnen hier verlässliche Anhaltspunkte, prüfen Sie die Einzelheiten bei der Buchung aber immer auf den Websites der Reedereien.
Die Fähre: der einzige Weg, wenn Sie mit Fahrzeug anreisen
Korsika ist eine Insel – und genau das macht ihren Charakter aus. Wenn Sie mit Ihrem Auto, Ihrem Wohnwagen, Ihrem Wohnmobil oder einfach mit einem bis obenhin mit Strandausrüstung gefüllten Kofferraum kommen möchten, führt an der Überfahrt per Schiff kein Weg vorbei. Das Flugzeug ist eine Option, wenn Sie lieber vor Ort einen Mietwagen nehmen, doch viele unserer Camper entscheiden sich aus einem einfachen Grund für die Fähre: Man kann alles mitnehmen, ohne sich um das Gepäckgewicht zu sorgen.
Und dann ist da die Überfahrt selbst. An Deck riecht der Wind nach Salz, die französische Küste bleibt zurück, und nach und nach taucht die Silhouette der Insel auf, mächtig, grün und felsig zugleich. Wenn sich die korsischen Berge aus dem Morgendunst erheben, hat der Urlaub bereits begonnen.
Die drei Abfahrtshäfen auf dem französischen Festland
Ab Marseille: der große Klassiker
Marseille ist der meistgenutzte Abfahrtshafen, vor allem für Reisende aus dem Westen, dem Norden und der Mitte Frankreichs. Die Überfahrten finden meist nachts mit Kabine statt oder, je nach Fahrplan der Saison, tagsüber. Ab Marseille erreichen Sie Bastia, Ajaccio oder Porto-Vecchio.
Gerade der letztgenannte Hafen ist für alle, die ihren Urlaub im U Casone verbringen, besonders interessant: Porto-Vecchio liegt etwa eine Autostunde von Ghisonaccia entfernt, über eine Straße im Süden der Insel, die zunächst an den Lagunen und dann an Pinienwäldern entlangführt.
Ab Nizza: die kürzeste Überfahrt
Wenn Sie von der Côte d’Azur, aus der Region Rhône-Alpes über die Autobahn oder aus Italien anreisen, ist Nizza oft die naheliegendste Wahl. Die Überfahrt ist hier kürzer als ab Marseille, was Familien mit kleinen Kindern zu schätzen wissen. Die Schiffe fahren hauptsächlich nach Bastia, je nach Saison aber auch andere Häfen im Norden und Westen der Insel an.
Ab Toulon: der gute Kompromiss
Toulon ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für alle, die aus dem Var, dem Languedoc oder dem Rhonetal kommen. Das Einschiffen verläuft in der Hochsaison oft ruhiger als in Marseille, und die Fähren fahren nach Bastia und Ajaccio. Viele unserer Stammgäste finden hier die beste Balance zwischen Komfort, Abfahrtszeiten und Preis.
Marseille
Die größte Auswahl an Abfahrtszeiten, oft Nachtüberfahrten mit Kabine. Ankunft in Bastia, Ajaccio oder Porto-Vecchio möglich.
Nizza
Die kürzeste Überfahrt für Reisende aus dem Osten oder aus Italien. Ankunft hauptsächlich in Bastia.
Toulon
Oft ein entspannteres Einschiffen und ein guter Kompromiss aus Fahrplan und Preis. Ankunft in Bastia oder Ajaccio.
Porto-Vecchio
Der Hafen, der Ghisonaccia am nächsten liegt, für alle, die ab Marseille übersetzen: etwa eine Stunde Fahrt.
Welcher Ankunftshafen ist der richtige für Ghisonaccia?
Hier spielt uns die Geografie in die Karten: Ghisonaccia liegt im Herzen der Ostküste, ungefähr auf halber Strecke zwischen dem Norden und dem Süden der Insel. Zwei Häfen sind besonders günstig gelegen.
Bastia: Ankunft im Norden
Ab Bastia rechnen Sie mit etwa eineinviertel bis eineinhalb Stunden Fahrt über die RN198, die die gesamte Ostküste entlangführt. Die Strecke ist einfach und größtenteils flach, auf der einen Seite das Meer, auf der anderen die Berge. Diese Route nehmen die meisten unserer Gäste, und sie ist auch die einfachste, wenn Sie mit dem Wohnmobil oder mit Wohnwagen anreisen.
Porto-Vecchio: Ankunft im Süden
Ab Porto-Vecchio ist die Fahrt kürzer, rund eine Stunde. Das ist die clevere Wahl, um sich die Strecke ab Bastia zu sparen – vorausgesetzt, die Abfahrtszeiten der Reederei passen Ihnen. Unterwegs durchqueren Sie Macchia, Korkeichen und Lagunen, während der Duft der Pinien durch das offene Fenster hereinweht.
Und Ajaccio?
Ajaccio liegt an der Westküste. Um nach Ghisonaccia zu gelangen, müssen Sie die Insel durch die Berge durchqueren – eine herrliche, aber längere Strecke. Wir empfehlen sie vor allem denjenigen, die auf der Hin- oder Rückreise einen kleinen touristischen Abstecher ins Inselinnere machen möchten.
💡 Tipp von U Casone: Wenn es Ihr Zeitplan erlaubt, kommen Sie morgens in Bastia an und laden Ihr Gepäck am frühen Nachmittag bei uns ab. So haben Sie genug Zeit, Ihre Unterkunft zu beziehen und noch vor Sonnenuntergang in den Pool zu springen.
Reederei und Art der Überfahrt wählen
Mehrere Reedereien verbinden das Festland mit Korsika, darunter Corsica Linea, La Méridionale und Corsica Ferries. Fahrpläne, Schiffe, Bordservice und Preise sind unterschiedlich. Statt Ihnen eine Rangliste zu präsentieren, empfehlen wir Ihnen lieber, folgende Kriterien zu vergleichen:
- Die Dauer der Überfahrt: Je kürzer sie ist, desto besser eignet sie sich für Kinder, allerdings bedeutet das oft eine frühere bzw. spätere Ankunft.
- Die Abfahrtszeit: Bei einer Nachtfahrt schlafen Sie in der Kabine und kommen morgens ausgeruht an. Eine Tagesfahrt bietet die Aussicht, bedeutet aber, dass Sie sich an Deck oder in den Gemeinschaftsbereichen aufhalten.
- Die Art des Fahrzeugs: Pkw, Pkw mit Anhänger, Wohnmobil, Motorrad. Preise und Bedingungen richten sich nach Länge und Höhe.
- Haustiere: Hunde sind unter bestimmten Bedingungen an Bord erlaubt, meist mit eigenen Kabinen oder Bereichen. Informieren Sie sich vor der Buchung.
Überfahrt bei Tag oder bei Nacht?
Ein echtes Dilemma, und jeder hat seine Vorliebe. Die Nachtüberfahrt in der Kabine ist der Favorit der Familien, die frühmorgens mit ausgeschlafenen Kindern ankommen, die es kaum erwarten können, an den Strand zu laufen. Die Tagesüberfahrt begeistert alle, die gern zusehen, wie die Insel näher rückt, an Deck zu Mittag essen und die Reise als erste Urlaubsetappe genießen. Jeder in seinem eigenen Rhythmus.
Unterwegs mit Wohnmobil, Wohnwagen oder großem Fahrzeug
Wenn Sie mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen anreisen, geben Sie bei der Buchung unbedingt die genauen Maße Ihres Fahrzeugs an: Länge, Höhe und Breite. Ein Fehler kann hier teuer werden oder das Einschiffen erschweren. Unsere Stellplätze ab 100 m² bieten auch großen Fahrzeugen bequem Platz, und die Straßen an der Ostküste sind breit und angenehm zu fahren.
Wenn Sie mehr wissen möchten: Wir haben einen ausführlichen Guide für alle geschrieben, die mit dem Wohnmobil an der Ostküste Korsikas unterwegs sind – mit Routen, Tipps zur Ankunft und kleinen Kniffen für den Alltag.
Wann sollten Sie Ihre Fähre nach Korsika buchen?
Die Regel ist einfach: je früher, desto besser, vor allem für Juli und August. Fahrzeugplätze, Kabinen und die praktischsten Abfahrtszeiten sind schnell vergeben. Wenn Sie mit Anhänger, Wohnmobil oder mehreren Fahrzeugen reisen, sollten Sie sich noch früher darum kümmern.
Im Mai, Juni und September ist der Andrang deutlich geringer. Sie haben mehr Auswahl, mehr Flexibilität und oft freundlichere Preise. Das ist übrigens einer der Gründe, warum wir diese Monate so lieben: Das Meer ist schon warm, auf dem Campingplatz herrscht Ruhe, und die Überfahrten sind entspannter.
Mai – Juni
Mehr freie Plätze, ruhige Überfahrten, eine blühende Insel und ein Meer, das sich langsam erwärmt.
Juli – August
Die Überfahrten sind sehr gefragt: Buchen Sie so früh wie möglich, vor allem mit einem Fahrzeug mit Übermaß.
September – Anfang Oktober
Noch warmes Meer, goldenes Licht, weniger volle Schiffe. Wir haben bis zum 8. Oktober geöffnet.
Gut vorbereitet an Bord
Ein paar einfache Gewohnheiten machen den Reisetag deutlich angenehmer:
- Seien Sie zu der auf Ihrem Ticket angegebenen Zeit am Hafen, statt auf den letzten Drücker zu kommen.
- Packen Sie alles, was Sie während der Überfahrt brauchen, in eine kleine Tasche, die Sie bei sich behalten: Medikamente, Ladegeräte, warme Kleidung, die Kuscheltiere der Kinder und bei Bedarf den Napf des Hundes.
- Denken Sie an einen Pullover oder eine Windjacke: Auf See kann der Wind selbst im Hochsommer überraschend frisch sein.
- Notieren Sie sich die Nummer des Decks, auf dem Sie Ihr Fahrzeug abgestellt haben. Das ist praktisch, vor allem auf den großen Schiffen.
- Sorgen Sie für Beschäftigung für die Kinder: Bücher, Kartenspiele, Malbücher.
📍 Schon gewusst? Gehen Sie kurz vor der Ankunft ruhig an Deck. Die ersten Umrisse der Berge, oft noch in leichten Dunst gehüllt, gehören zu den schönsten Momenten der Reise.
Die Strecke vom Hafen zum Campingplatz
Nach dem Verlassen der Fähre ist die Straße entlang der Ostküste leicht zu finden: Die RN198 führt durch zahlreiche Dörfer, entlang der Küstenebenen und vorbei an den großen Stränden. In der Saison gibt es viele Tankstellen und kleine Supermärkte, sodass Sie bei Bedarf unterwegs haltmachen können.
Unser Campingplatz liegt in Ghisonaccia, 700 Meter vom Meer entfernt. Bei der Ankunft halten viele Kinder als Erstes nach den Pools Ausschau. Die Größeren haben schon den Kanal und die Kajaks entdeckt. Und wir? Wir lieben vor allem diesen einen Moment, in dem sich die Autotüren öffnen: der Duft der Pinien, das Zirpen der Zikaden, die sanfte Wärme der Sonne auf der Haut. Nach einem Tag auf der Straße und auf dem Meer ist das eine echte Erleichterung.
Endlich angekommen: Das erwartet Sie im U Casone
Wir haben unseren Campingplatz so gestaltet, dass Sie sich von der ersten Stunde an wie zu Hause fühlen. Sie haben die Wahl zwischen Safarizelten, Chalets, Wooden lodges, Luxury lodges, Mobilheimen oder Stellplätzen ab 100 m² für Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile. Zwei Pools erwarten Sie, dazu ein Restaurant, eine Bar, eine Pizzeria, ein Imbiss und ein Mini-Market – so müssen Sie am Ankunftsabend nichts planen.
Für die Aktiven sorgen Kajakfahren auf dem Kanal (15 € im Einer-, 20 € im Zweierkajak für einen halben Tag), Pétanque, Tischtennis, Volleyball und Tischkicker für Abwechslung. Die Kinder haben ihren eigenen Spielplatz. Und Ihre Hunde sind die ganze Saison über willkommen, auch in den Unterkünften.
Kurz gesagt: Wie wählen Sie?
Sie kommen aus dem Osten Frankreichs oder aus Italien? Dann machen Ihnen Nizza und Bastia das Leben leicht. Sie reisen aus dem Westen oder Norden Frankreichs an? Dann sind Marseille oder Toulon Ihre Verbündeten, mit Ankunft in Bastia oder Porto-Vecchio je nach Fahrplan. In jedem Fall gilt: im Sommer früh buchen, Ihr Fahrzeug genau angeben und sich treiben lassen – die Überfahrt gehört schon zur Reise.
Wir erwarten Sie vom 1. Mai bis zum 8. Oktober mit einem Kaffee, einem Lächeln und dem Schlüssel für Ihre Mietunterkunft – oder mit dem Zeltplatz, den Sie sich ausgesucht haben. Jetzt müssen Sie nur noch an Bord gehen.
Ihre Überfahrt ist gebucht? Jetzt fehlt nur noch Ihr Aufenthalt im U Casone, 700 Meter vom Meer entfernt, unter den Pinien von Ghisonaccia.